Krebserkrankungen der Haut haben in den letzten Jahrzehnten stetig
zugenommen. Alleine in Deutschland erkranken inzwischen 80.000 Menschen an
einem Basaliom, 25.000 Menschen an einem Plattenepitthelkarzinom der Haut, und
20.000 Menschen an einem malignem Melanom, dem besonders gefürchteten schwarzen
Hautkrebs, der sich aus einem harmlosen Muttermal entwickeln kann. Diese Zahlen
sollten jeden, der auf seine Gesundheit achtet, aufhorchen lassen. Gibt es doch
kein anderes Organ, an dem eine Krebserkrankung so früh erkannt und erfolgreich
behandelt werden kann wie an der Haut.
Bei der Hautkrebsuntersuchung werden die Haut vom Scheitel bis zur
Sohle, und die angrenzenden Schleimhäute auf verdächtige Veränderungen geprüft.
Ein notwendiges Hilfsmittel ist dabei das Dermatoskop, eine spezielle
Leucht-Lupe, mit der der Hautarzt Muttermale und andere Veränderungen in
vielfacher Vergrößerung genauer untersucht. Im Zweifelsfall können zusätzlich
eine digitale Auflicht-Mikroskopie und photodynamische Verfahren zur sichtbaren
Markierung von Krebszellen eingesetzt werden. Früh erkannt und behandelt ist
nahezu jeder Hautkrebs heilbar!
Text: G. Kolde
Auch wenn es in Ihren Augen oft nur „ein knapper Blick“ Ihres Hautarztes oder Ihrer Hautärztin ist, gehören viel Training und Erfahrung dazu, die Haut sicher auf Hautkrebs und dessen Vorstufen abzuchecken.
Keine Angst, wir gehören nicht zu denen, die übertrieben vor der Sonne warnen. Vielmehr propagieren wir den maßvollen Umgang mit der Sonne, um deren vitalisierende Wirkungen auf den Organismus zu nutzen.
Hautärzte empfehlen, die Haut einmal im Jahr auf Hautkrebs und dessen Vorstufen untersuchen zu lassen. Der günstigste Zeitpunkt für eine solche Untersuchung ist dann, wenn die Haut möglichst nicht gebräunt ist.
Werden Hautkrebs oder Vorstufen davon festgestellt, gibt es neben der Operation heutzutage eine Vielzahl von wirkungsvollen Behandlungsmöglichkeiten auch ohne Skalpell. Im Rahmen solcher Untersuchungen achten wir natürlich auf auch andere Hautveränderungen wie beispielsweise Pilzbefall und geben Tipps zur individuellen Hautpflege.
Da die videografische Untersuchung sehr zeitaufwendig ist, bitten wir Sie, dafür einen speziellen Termin zu vereinbaren.
Text: G. Kolde und E. Rowe
Sonnenschutz ist kein Handicap Wer regelmäßig auf Golfplätzen ist, um sein Handicap zu verbessern, befindet sich auf der Sonnenseite des Lebens. Bewegung und frische Luft sind gut für die Gesundheit, strahlende Sonne und blauer Himmel machen gute Laune. Aber Vorsicht! Zu viel Sonne kann zu Hautkrebs führen.
Verantwortlich für diese gefährliche Wirkung der Sonne sind die nicht-sichtbaren Ultraviolettstrahlen (UV-Strahlen). Die UVA-Strahlen, die bis in die Lederhaut eindringen, sind nicht nur krebserregend, sondern fördern auch die Entwicklung von Fältchen und Falten. Besonders wichtig für die Entstehung von Hautkrebs sind UVB-Strahlen, die zwar nur in die Oberhaut eindringen, aber das Erbgut der Zellen schädigen können. Langjährige intensive Sonnenbestrahlung und wiederholte Sonnenbrände führen schließlich zu einem bleibenden Schaden des Erbgutes. Die geschädigten Zellen leben jedoch weiter und teilen sich schneller als die gesunden Zellen, sodass Hautkrebs entsteht.
Der immer noch sorglose Umgang mit der Sonne und der weit verbreitete Wunsch nach Bräune um jeden Preis haben dazu geführt, dass Hautkrebs heute zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland zählt. Die überwiegende Mehrheit der Patienten leidet unter so genanntem weißem Hautkrebs, der weder braun noch schwarz pigmentiert ist. Typisch für diese Krebsart sind scharf begrenzte, schuppige oder krustige Hautrötungen oder porzellanartige Knötchen mit winzigen Blutgefäßen an den der Sonne ausgesetzten Körperstellen. Weißer Hautkrebs wächst meist sehr langsam, Tochtergeschwülste treten erst nach Jahren auf. Ganz anders ist die Situation bei schwarzem Hautkrebs. Pro Jahr sterben etwa 2.500 Menschen an diesem hoch gefährlichen Tumor, der von den Pigmentzellen der Oberhaut ausgeht. Jede Größenzunahme oder Farbänderung eines Pigmentmales und jeder neu aufgetretene braun oder braun-schwarzer Fleck oder Knoten ist verdächtig auf schwarzen Hautkrebs.
Es gibt keine Krebsart, die so frühzeitig entdeckt werden kann wie Hautkrebs. Denn Hautkrebs lässt sich schon mit bloßem Auge erkennen. Sie müssen nur auf auffällige Pigmentmale, neu aufgetretene weißliche Knötchen und nicht heilende rote Hautstellen achten. Wann immer Ihnen eine Veränderung an der Haut suspekt erscheint, zeigen Sie sie einem Hautarzt!! Golfern ist zudem eine regelmäßige Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung zu empfehlen. Je früher ein Hautkrebs entdeckt wird, umso einfacher und erfolgreicher ist seine Behandlung. Meist reicht zur Heilung ein kleiner operativer Eingriff, der ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Eine stationäre Behandlung ist nur äußerst selten erforderlich.
Konsequenter Sonnenschutz ist die beste Prophylaxe gegen Hautkrebs!! Gerade als Golfer sollten Sie daher die folgenden Maßnahmen beherzigen. Da die Sonnen- und UV-Strahlung mittags am intensivsten ist, vermeiden Sie, um diese Zeit längere Zeit zu spielen. Tragen Sie eine Mütze und möglichst lichtdichte Kleidung. Verwenden Sie für die unbedeckten Körperstellen ein Lichtschutzpräparat, das einen Schutzfaktor von mindestens 15 im UVB- und UVA-Bereich aufweist. Diese einfachen Maßnahmen reichen aus, um das Hautkrebsrisiko signifikant zu senken, sodass Sie Ihr Handicap selbst an den schönsten Sonnentagen verbessern können.
Text: G. Kolde
Informationen zur Diagnostik und zur unblutigen Behandlung ausgewählter Hautkrebsarten und deren Vorstufen finden Sie hier.
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