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Krampfadern - wie sie entstehen m Blutkreislauf des Menschen zirkulieren ungefähr 5 Liter Blut. Das Herz pumpt das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Arterien und von dort in alle Gewebe. Die Venen transportieren das verbrauchte Blut zum Herzen zurück. Über 80 Prozent des gesamten Blutvolumens befinden sich in den Venen und drücken auf die Venenwand. Bedingt durch unseren aufrechten Gang ist diese Druckbelastung in den Beinvenen besonders hoch. Bei einer meist vererbten Schwäche des Bindegewebes, bei Übergewicht und mangelnder Bewegung können die Wände dem Druck des Blutes nicht mehr standhalten, die Venen erweitern sich sackartig zu Krampfadern oder Varizen. Je nach der Größe und Funktion werden verschiedene Krampfadertypen unterschieden - angefangen von leichten Veränderungen wie etwa Besenreisern bis hin zur schweren Stamm- und Seitenastvarikosis mit chronisch venöser Insuffizienz und Unterschenkelgeschwüren, einem „offenen Bein“. Krampfadern und andere Venenleiden werden heute fast als Zivilisationskrankheit gesehen. Allein in Deutschland sollen neun von zehn Erwachsenen Probleme mit den Venen haben. Doch Krankheiten der Venen sind kein unvermeidbares Leiden! Da die Venen durch die umgebende Muskulatur komprimiert und ausgepresst werden, sollten Sie regelmäßig Sport treiben. Positiv wirken vor allem gleichmäßige Bewegungen der Muskeln, wie beim Schwimmen, Wandern und Laufen, sowie beim Tanzen und Radfahren. Auch Treppensteigen bringt Ihre Beinvenen auf Trab! Legen Sie die Beine nach langem Stehen oder Sitzen hoch, um den Abfluss des gestauten Blutes zu beschleunigen. Bei Übergewicht sollten Sie schon Ihren Beinvenen zuliebe über eine sinnvolle Gewichtsreduktion nachdenken. Da Verdauungsprobleme den venösen Rückfluss ebenfalls behindern, sollten Sie auf ballaststoffreiche, leichte Kost achten. Hohe Schuhe sehen zwar attraktiv aus, begünstigen aber Stauungen in den Beinen! Schwellungen und Schmerzen in den Waden können Sie durch regelmäßiges kaltes Abduschen und Massieren beseitigen.
Wie sie behandelt werden
Immer noch sind viele Menschen der Meinung, dass Krampfadern ein rein kosmetisches Problem sind. Ein folgenschwerer Irrtum! Der Blutstau in den Beinvenen führt zu Fuß- und Knöchelödemen, nächtlichen Fuß- und Wadenkrämpfen, Verfärbungen und Ekzemen an der Haut und schließlich zu offenen Beingeschwüren. Alles das kann durch eine frühzeitige Diagnose und Therapie verhindert werden! Leichte Krampfaderleiden, die keine oder kaum Beschwerden machen, werden erfolgreich durch regelmäßige sportliche Betätigung und Kompressionsstrümpfe behandelt. Stützstrümpfe sind zumeist nicht ausreichend! Die Wirksamkeit von Venensalben und Venenmedikamenten wie Rosskastanienextrakt ist umstritten. Bei stärker ausgeprägten Krampfadern, die ständig Beschwerden verursachen oder sogar zu einer Venenentzündung und Thrombose geführt haben, müssen die krankhaft veränderten Venen entfernt werden. Bewährt haben sich die operative Entfernung mittels Stripping und Mikrochirurgie, und die Verödung. Neuere Verfahren der Krampfaderentfernung sind die Radiowellen- und Lasertherapie. Viele dieser operativen Verfahren werden heute ambulant durchgeführt.
Besenreiser
Umfragen haben gezeigt, dass Männeraugen Besenreiser an Frauenbeinen nicht sehen. Dennoch fühlen sich viele Frauen durch die blauen Äderchen gestört und hätten diese gern weg. Durch herkömmliches Veröden mit Spritzen verschwinden die Äderchen oft. Leider sind der Verödungstherapie Grenzen gesetzt. An den Knöcheln und in den Kniekehlen, wo die Haut besonders dünn ist, kann es zu Wundheilungsstörungen und hässlichen Narben kommen. Hier können Besenreiser jetzt mit speziellem Laserlicht regelrecht weggeschossen werden.
Text: G. Kolde Impressum
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