Mallorca-Akne
Informationen für Betroffene und zur Urlaubsvorbereitung
Was ist Mallorca-Akne (Acne aestivalis)?
Es sind lästig juckende, etwas rauhe Knötchen, die wenige Tage nach der ersten intensiven Besonnung des Jahres in der besonnten Haut aufschießen. Vor allem werden talgdrüsenreiche Stellen befallen: Gesicht, Rücken und seitliche Flächen der Oberarme. Unbehandelt bilden sich die Knötchen nach Wochen bis Monaten von selbst zurück.
Was haben die Pickel mit Mallorca zu tun?
Den Hautärzten ist die Erkrankung länger bekannt als die Insel. Sie nannten sie ursprünglich Acne aestivalis. Dabei bedeutet Acne soviel wie Spitze oder Gipfel. Damit war die Form der Pustel oder der Gipfel des Lebens gemeint. Aestivalis heißt sommerlich. Vor dem Zeitalter des Massentourismus kam die Krankheit nur im Sommer vor. Die Bezeichnung Mallorca-Akne dachte sich der dänische Hautarzt Niels Hjorth im Jahre 1972 aus, nachdem ihm aufgefallen war wie viele Urlauber im sonnigen Süden derart erkrankten.
Wer bekommt Mallorca-Akne?
Vor allem diejenigen,
· deren Haut ziemlich fettig ist
· die überhaupt zur Akne neigen
· die ihrer blassen Haut schlagartig viel Sonnenschein zumuten und
· fettige Cremes verwenden.
Kann man den Ausschlag vermeiden?
Ja, indem man der Haut genügend Zeit läßt, sich an die Sonne zu gewöhnen. Das können Sie in unserem Flyer Sonnenbaden nachlesen.
Was tun, wenn der Ausschlag ausgebrochen ist?
Beim Meiden weiterer Besonnung heilt die Haut langsam ab. Das kann durch milde Schälsalben beschleunigt werden. In schwereren Fällen sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen.
Sind besondere Untersuchungen für die Diagnose erforderlich?
Nein. In der Regel reichen ein Blick und wenige Fragen des Fachmanns.
Sind schwere Komplikationen oder Spätfolgen der Mallorca-Akne bekannt?
Nein.
Text: H. Meffert