Etwa 20% der Bevölkerung leidet unter brüchigen Fingernägeln.
Ursachen von außen:
Mechanische Belstungen (PC-Tastatur)
Aggressive Waschmittel
Öle
Benzin
Lösungsmittel
Nagellackentferner
Krankheiten, die ausgeschlossen werden sollten:
Mangel an Vitaminen (B, D)
Mangel an Eisen
Mangel an Eiweiß
Mangel an Kalzium
Schilddrüsenerkrankungen
Was kann man tun?
Wenn die Nagelbrüchigkeit auf äußere Enwirkungen zurückzuführen ist, sollte man diese meiden. Handschuhe während der Hausarbeit beheben oft schon das Problem. Nützlich ist auch das Eincremen mit harnstoffhaltigen Cremes oder Lotionen. Neuerdings gibt es auch harnstoffhaltige Nagellacke.
Text: E. Rowe
Frage unserer Brigitte-Leserin: Macht man sich die Fingernägel kaputt, wenn man häufig Nagellack benutzt?
Experte Prof. Dr. med. Gerhard Kolde (55) gibt Auskunft:
Das lässt sich schnell beantworten: Nein. Denn vom Lack werden die Nägel nicht brüchig. Schuld ist der Nagellackentferner. Man muss sich das so vorstellen: Der Nagel besteht aus mehreren Lamellen, die durch einen Klebstoff, durch Fetteiweiße, miteinander verbunden sind. Die Wirkstoffe im Nagellackentferner, insbesondere Aceton, lösen diesen Stoff zwischen den Lamellen auf. Sie entfetten, trocknen aus und werden dadurch brüchig aus.
Um dem entgegen zu wirken, sollte man beispielsweise über Nacht ein Pflegeöl beziehungsweise –Balsam auftragen, damit die Zwischenräume zwischen den Lamellen wieder gekittet werden. Sicherlich kann man auch ganz normale Haushaltsöle verwenden, aber spezielle Produkte zur Nagelpflege wirken meist nachhaltiger.
Oftmals wird geraten, extra Calcium und Kieselsäure zu sich zu nehmen, um die Nägel auszuhärten. Das ist allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen und kann ich nicht empfehlen.
Falls man übrigens auch ohne den Gebrauch von Nagellack unter brüchigen Nägeln leidet, sie vielleicht sogar vorne absplittern, gibt es einfache Abhilfe: Essen Sie Gummibärchen! Denn oft fehlt den Nägeln einfach Gelatine.
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