Von Rosazea sind schätzungsweise 5–15 % der Bevölkerung befallen. Viele davon leiden darunter sehr. Die Bezeichnung kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie aus Rosen. Die im reiferen Lebensalter beginnende Hautkrankheit wird auch als Kupferrose oder Kupferfinne bezeichnet (Kupfer wegen des Farbtons, Finne – alte deutsche Bezeichnung für Akne). Sie befällt nur erblich Vorbelastete. Die dafür zuständigen Gene sollen wir den Kelten unter unseren Vorfahren verdanken. An Rosazea erkranken Hellhäutige. Die meisten von ihnen wissen, daß ihre Haut empfindlich ist. Oft werden Rosazea-Kranke wegen ihres Aussehens diskriminiert. Rosazea beginnt mit Rötung der Nasenspitze und breitet sich dann auf den Rest der Nase, Stirn und Wangen, manchmal auch auf das Kinn aus. Es sind die wenig bewegten, auf den darunterliegenden Knochen kaum verschieblichen Abschnitte, die von der Rosazea heimgesucht werden. Oft und ständig von der mimischen Muskulatur bewegte Gebiete wie Mund- und Augenumgebung werden nie befallen. Das nützt die Rosazea-Massage nach Professor Söbye aus, eine sehr natürliche, mehr als 50 Jahre alte Behandlungsmethode. Zudem soll die Rosazea-Massage nach Professor Söbye nach geduldiger Anwendung dem Gesicht ein jüngeres Aussehen verleihen. Sie können diese Massagetechnik bei uns erlernen.
Die verschiedenen Arten von Rosazea werden unterschiedlich behandelt.
Weniger gut bekannt ist, daß das eigene Verhalten maßgeblich zur Verschlimmerung oder Besserung beiträgt. Rosazea kann nämlich durch sehr unterschiedliche Faktoren ausgelöst und verschlimmert werden. Für die meisten Betroffenen gelten nur wenige Punkte der folgenden langen Liste. Diese werden am besten vom Betroffenen erkannt. Sie sollten deshalb mit kriminalistischem Spürsinn danach suchen und ihre Lebensgewohnheiten – falls erforderlich - umstellen. Das ist leichter gesagt als getan. Denken Sie deshalb stets daran, daß schon das Meiden eines einzigen erkannten Auslösers heilsam ist.
Die Auslöser
Zunächst einige nützliche generelle Anmerkungen.
In der Hitparade der Verbote nimmt Alkohol unbestritten Platz 1 ein. Für die meisten sind auch Hitze und heißer Dampf jeglicher Art tabu. Die Sauna meiden. Kurzes lauwarmes Baden ist besser als langes heißes Duschen. An die Gesichtshaut keine scharfen Reinigungs- oder Pflegemittel ranlassen. Kaffee oder Tee sind unbedenklich falls nicht extrem heiß getrunken. Scharf gewürzte Speisen können Probleme machen. Manchem schadet Erröten aus Scham oder Angst, anderen die Menstruation.
Die folgende Liste sollten Sie in einer ruhigen Stunde sorgfältig abarbeiten. Was trifft für Sie zu? Was davon können und wollen Sie meiden?
1. Umwelt, Körper, Psyche
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Angst
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Ärger
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Aufregung
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Fieber
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Hitze (Bad, Dusche, Sauna, Heizung)
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Hitzewallung (Schwangerschaft, Klimakterium)
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HIV
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körperliche Anstrengung (Arbeit, Sport, Fitness)
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Luftfeuchtigkeit
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Solarium
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Sonne
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Wind.
2. Speisen und Getränke
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Alkohol
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Gewürze (Chilli, Curry, Essig, Paprika, Pfeffer, Sojabohnenöl, Tomaten)
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heiße Getränke (Kaffee, Tee,
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Glühwein, Grog, Trinkschokolade).
3. Die Gesichtshaut reizende Mittel
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adstringierende Mittel wie
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Gerbstoffe oder Aluminiumsalze
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Alkohol enthaltendes Gesichtswasser („skin cleanser“)
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Duftstoffe
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Menthol
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Parfüm
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Rasierschaum
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Seife
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Schälmittel („Peeling“)
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Sonnenschutzmittel
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Waschlappen.
Text: H. Meffert
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