Welche Arten von Warzen gibt es?
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Dellwarzen
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Vulgäre Warzen
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Juvenile Warzen
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Dornwarzen
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Feigwarzen
Wer kann Warzen bekommen?
Jede und jeder.
Wie steckt man sich an?
Durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch und durch indirekten Kontakt z.B. auf den Fliesen im Schwimmbad oder in der Turnhalle.
Sollte man Warzen behandeln oder gehen sie von selbst weg?
Warzen heilen oft von selbst ab. Verlassen kann man sich darauf aber leider nicht. Deshalb sollte man sie doch behandeln.
Von Dellwarzen sind meist Kinder befallen. Dellwarzen sind sehr ansteckend. Sie jucken und können durch Kratzen in kurzer Zeit auf große Hautflächen übertragen werden. Deshalb empfehlen Hautärzte, Dellwarzen immer zu entfernen. Die Warzen werden eine Woche lang mit einer austrocknenden Lotion bepinselt. Danach können sie mit einer Pinzette abgezupft oder mit einem scharfen Löffel abgekratzt werden. Narben treten so gut wie nie auf.
Vulgäre Warzen können überall am Körper vorkommen. Meist sitzen sie an den Handrücken, an den Knien oder im Gesicht. Entfernt werden sie je nach Größe und Lokalisation mit dem scharfen Löffel oder mittels Laserstrahl.
Juvenile Warzen treten meist bei Jugendlichen im Gesicht auf. Diese Warzen sind oft kaum sichtbar. In den allermeisten Fällen heilen sie von selbst ab. Cremes mit Vitamin-A-Säure oder Imiquimod fördern manchmal das Abheilen. Sehr effektiv ist oft auch die Photodynamische Therapie.
Dornwarzen heißen Dornwarzen, weil sie sich wie ein Dorn in die Haut hineinbohren. Sie sind an den Fußsohlen und werden durch die mechanische Belastung beim Laufen tief in die Haut eingetreten. Wenn sie auf die sehr empfindliche Knochenhaut drücken, lösen sie starke Schmerzen aus. Folgende Behandlungsmethode hat sich bewährt:
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Fußbad
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verhorntes Warzenmaterial vorsichtig mit der Spitze einer Nagelfeile oder mit einer Hautschere abtragen – es soll nicht wehtun und auch nicht bluten
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Warzentinktur aufpinseln und mit einem Zahnstocher in die Warze einarbeiten.
Außerdem fördert Druckentlastung durch Filzringe das Herausfallen der Dornwarze. Die Behandlung ist zwar relativ aufwendig und langwierig, aber sie tut nicht weh und hinterlässt keine Narben. Operativ entfernte Warzen kommen oft wieder.
Wem das zu aufwendig und umständlich ist, kann wIRA oder Photodynamische Therapie in Anspruch nehmen.
Nützliche Tipps gegen Fußwarzen:
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Sorgen Sie dafür, dass Ihre Füße warm und somit gut durchblutet sind. Das können Sie durch Fußgymnastik und wechselwarme Fußbäder erreichen.
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Tragen Sie Schuhe, die passen und nicht drücken.
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Tun Sie etwas gegen Ihren Fußschweiß. Tragen Sie luftige Schuhe, Baumwollsocken und benutzen Sie Fußpuder.
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Laufen Sie im Schwimmbad nicht barfuß. Badelatschen mindern das Infektionsrisiko.
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Setzen Sie sich als Eltern durch, dass Ihre Kinder nicht barfuß turnen müssen.
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Ziehen Sie zu Hause oder im Hotel Socken oder Schuhe an.
Feigwarzen befallen Schleimhäute und die Haut in der Nähe der Schleimhaut. Meist kommen sie im Genital- und Analbereich vor. Sie gehören zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Behandelt werden sie mit Tinkturen oder laserchirurgisch.
Text: E. Rowe
Was tun bei Viruswarzen
Viruswarzen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. Leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass sie von selbst abheilen! Einzelne Warzen an Kopf, Körper und Extremitäten werden am besten operativ in örtlicher Betäubung abgetragen. Schwieriger ist die Behandlung von Warzen an Händen und Füßen. Die operative Behandlung führt hier häufig zu Rückfällen und Wundheilungsstörungen. Bewährt haben sich salicylsäurehaltige Lösungen und Pflaster. Durch regelmäßiges Auftragen wird die Warze schichtweise entfernt. Die Behandlung ist jedoch aufwendig, langwierig und nicht selten frustrierend. Eine sehr wirkungsvolle Alternative ist die Bestrahlung der Warzen oder Warzenbeete mit wassergefiltertem Infrarotlicht A. Das spezielle Infrarotlicht bewirkt eine verbesserte Durchblutung, sodass die örtliche Immunabwehr gesteigert, und die Warze regelrecht abgestoßen wird. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft und kann auch bei Kindern eingesetzt werden. Ein viel versprechendes neues Verfahren ist die selektive Zerstörung der Warzen durch sichtbares Licht bei der photodynamischen Therapie.
Text: G. Kolde
Schneckenschleim, Kreide oder Besprechen – auch ungewöhnliche Methoden sollen gegen Warzen helfen. Einer der seltenen Therapiestudien zufolge waren allerdings nur 20% aller Warzen innerhalb von neun Monaten von selbst verschwunden. Was sich in der Praxis als effektiv erwiesen hat, darüber sprach unsere Mitarbeiterin Anke Nolte mit Dr. Elisabeth Rowe, Hautärztin in Berlin.
Wie entstehen Warzen überhaupt?
Warzen werden von Viren, den Papillomviren, hervorgerufen. Wahrscheinlich hat fast jeder Mensch schon einmal eine derartige Infektion durchgemacht, oft ohne es zu merken. Außerdem scheinen Veranlagung und ein träger Lebenswandel das Entstehen von Warzen zu begünstigen. Oft feuchte, schlecht durchblutete Hände und Füße fordern zu mehr körperlicher Aktivität auf. Dagegen sind Warzen im Kindesalter mehr oder weniger normal.
Was hilft gegen die unangenehmen Hautwucherungen?
Es gibt viele Warzensalben, -pflaster und -tinkturen. Gut bewährt hat sich Salizylsäure, die das Horn löst. Die Patienten sollten die Warzen täglich mit einem Fuß- oder Handbad aufweichen und danach die Tinktur auftragen. Ich empfehle meinen Patienten, anschließend die alte, verhornte Haut mit der Spitze einer Nagelpfeile aus der Warze herauszukratzen. Diese Prozedur kann sich über ein viertel bis ein halbes Jahr hinziehen, bis die Warze herausfällt. Übrigens ist Salicylsäure ein altbewährtes Hausmittel, das ursprünglich aus der Weide (lateinisch salix) gewonnen wurde.
Kann man die Warze nicht einfach wegschneiden?
Das kann man. Aber auch die kleinste Operation ist ein ernsthafter Eingriff. Und Warzen können wiederkommen. Die Viren überleben oft in der umliegenden Haut. Außerdem ist eine chirurgische Entfernung mehr oder minder schmerzhaft und kann Narben zurücklassen, die nicht nur an den Füßen lebenslang stören.
Gibt es noch andere Methoden?
Ja. Das Vereisen zum Beispiel, das oft gut funktioniert oder das Verschorfen mittels elektrischem Strom. Aber auch die Kältetherapie ist schmerzhaft, und es kann eine große Blase unter der Warze entstehen, die dann herausgeschnitten werden muss. Eine neue Methode hat sich als gleichermaßen sanft wie effektiv erwiesen - die Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarot-A. Das heißt, diese kurwellige Wärmestrahlung wird von der Haut ohne Brennen oder Hitzegefühl vertragen, so daß sie tief eindringt und die Durchblutung enorm steigert. Nach sechs bis zehn Behandlungen sind die meisten Warzen spurlos verschwunden.
Interview E. Rowe für die Berliner Morgenpost
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